Wer den Qrevo S Pro einmal eingerichtet hat, kann die wohl unbeliebteste Hausarbeit getrost delegieren. Unsere 60 Quadratmeter mit Parkett, Fliesen und Teppich kartiert der Roboter per Lidar binnen Minuten, in der App lassen sich Räume benennen und Sperrzonen ziehen. Im Alltäglichen glänzt das Gerät vor allem mit der automatisierten Vollreinigung: Auf Hartböden sammelt der Roborock nahezu allen Schmutz ein, im Härtetest blieben kaum Reste liegen. Tierhaare sind dank der durchgehenden Gummiwalze kein Drama – das gelang im Test zuletzt auch dem Narwal Freo X Ultra souverän. Und lange Haare wickeln sich ob der Anti-Tangle-Seitenbürste nicht um die Walze, sondern lassen sich unter dem Wasserhahn abspülen. Mit unter 60 Dezibel auf mittlerer Stufe arbeitet er dabei recht leise und schafft die 60 Quadratmeter bequem mit einer Akkuladung. Die Krux indes liegt im Detail: Kleinteile und Kabel überfährt der Roboter beharrlich, die Hinderniserkennung bleibt unter dem Niveau teurerer Modelle mit mehr Sensoren.
Beide bieten 27 Zoll und 5K, zwischen ihnen liegen aber 700 Euro Preisunterschied. Was der BenQ besser kann, was er vermisst lässt und für wen er die richtige Wahl ist: unser ausführlicher Test.
Gute Reinigungsleistung mit kleinen Schwächen
Fünf Saugstufen, ein einstellbarer Zweitdurchlauf und Modi von der Raum- bis zur Punktreinigung decken nahezu jede erdenkliche Putzlaune ab. Das Herzstück ist die Wischfunktion: Die zwei schnell rotierenden Scheiben nehmen viel an Schmutz auf, die Station wäscht diese mit bis zu 75 Grad heißem Wasser aus und föhnt sie warm trocken. Das hält die Mopps hygienisch und beugt Gerüchen vor – ein Komfort, den man in dieser Preisklasse selten findet.
Teppiche erkennt der Roborock sicher und hebt die Mopps um etwa zehn Millimeter an, damit Kurzfloriges trocken bleibt. Bei hohen oder dicht gewebten Teppichen lässt die Saugkraft allerdings nach, und an Kanten kommt der Qrevo S Pro wortwörtlich an seine Grenzen.
Weder Mopp noch Seitenbürste fahren aus, schmale Streifen bleiben ungereinigt stehen. Auch höhere Schwellen sind ein Problem, mehr als zwei Zentimeter stellen den Qrevo S Pro vor eine Herausforderung.
Einladung in das Apple-Smart-Home
Für Apple-Haushalte mit einem Home-Hub ist die jüngste Entwicklung die eigentliche Überraschung beim neuen Roborock-Sauger. Lange blieb Matter den teuren Flaggschiffen vorbehalten, der Qrevo S Pro indes bringt den Standard nun in die Mittelklasse. Damit wandert der Saugroboter direkt in die Home-App und gehorcht auf Zuruf, ganz ohne Umweg über die Hersteller-App. Über die Home-App laufen die Basisbefehle wie Starten, Stoppen und Rückkehr zur Station. Wer mag, baut Szenen und Automationen, etwa ein Durchwischen, sobald alle Familienmitglieder das Haus verlassen haben. Wie HomeKit, Matter und AirPlay im Apple-Zuhause zusammenspielen, erklärt unser ausführlicher Ratgeber. Für Karten, Zonen und Feineinstellungen ist aber weiterhin die Roborock-App das passende Werkzeug.
Fazit
Der Roborock Qrevo S Pro macht das Wichtigste richtig: Er saugt Hartböden gründlich, wischt dank Heißwasser-Station hygienisch und nimmt dank Selbstreinigung viele Handgriffe ab. Dass er nun Matter spricht und in der Home-App auftaucht, macht ihn für Apple-Haushalte erst recht interessant. Wer Hochflorteppiche tief reinigen oder sich auf makellose Kanten verlassen möchte, schaut besser bei Oberklasse-Modellen wie dem Roborock Saros 10 vorbei, zahlt dafür allerdings deutlich mehr. Im Alltag trüben die kleinen Schwächen bei Kanten, hohen Teppichen und der Hinderniserkennung zwar das Bild, aber ohne es zu kippen. Für uns ist der Qrevo S Pro die Vernunftwahl unter den Saug- und Wischrobotern mit Apple-Integration.

Stefan beschäftigt sich seit seiner Kindheit mit Computern – angefangen beim „Brotkasten", dem C64, und Amiga 500, lange bevor Apple-Geräte seinen Alltag bestimmten. Der eigentliche Einstieg in die Mac-Welt führte über die Musikproduktion: Über die Magazine Keyboards, Keys und Beat führte ihn sein Weg schließlich zur Mac Life, deren Website er seit 2007 verantwortet. Seit 2023 ist er zudem Chefredakteur des gedruckten Magazins.
Besonders faszinieren ihn die Schnittstellen zwischen Technik und Kreativität – vom Mac als Werkzeug für Musik, Foto und Video hin zu neuen Apple-Technologien wie Vision Pro oder KI-Funktionen. Wenn Stefan nicht gerade neue Apple-Hardware testet, fotografiert er mit Vorliebe aus ungewöhnlichen Perspektiven, gerne per Drohne oder seiner Mittelformatkamera.
Neben der Redaktion ist er außerdem Host des Apple-Podcasts „Schleifenquadrat". Seine Begeisterung für Musik & Sounds begleitet ihn bis heute. Kein Wunder, denn Anfang der 2000er-Jahre etwa wirkte er unter anderem an Samples mit, die Teil von Logic Pro wurden.
| Produktname | Roborock Qrevo S Pro |
|---|---|
| Hersteller | Roborock |
| Preis | 589,99 € |
| Webseite | https://de.roborock.com |
| Pro |
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| Contra |
|
| 1,9gut |












